Aktuelles

Dies war der erste Streich

Akribisch hatten sich die Solingen Paladins auf ihr vorletztes Saisonspiel gegen die Aachen Vampires vorbereitet. Chefcoach Tim Rüttgers hatte gemeinsam mit seinem Team und Trainerstab Videos des Tabellenletzten gesichtet, um vor allem defensiv auf den Gegner vorbereitet zu sein. Denn die Footballer wollen unbedingt den Klassenerhalt in der Dritten Liga schaffen. Die Weichen haben die Paladins mit einem 26:0-Erfolg gestellt. Sicher ist der Liga-Verbleib jedoch noch nicht. Lediglich der Aachener Abstieg steht nach der Partie im Walder Stadion nun fest.

Früh gingen die Klingenstädter in Führung. Marvin Leimküller, der trotz Oberschenkelzerrung auf die Zähne biss, erlief den Touchdown zur 6:0-Führung. Den anschließenden Point after Touchdown (PAT) verwandelte Rennich sicher. Danach passierte im Angriff zunächst wenig.  Denn Aachen gab freilich nicht auf. Nur ein Sieg in Solingen hätte der Mannschaft im Abstiegskampf noch Hoffnung verschafft. Aber die Paladins waren gewappnet. Sie ließen die Vampires nicht zur Entfaltung kommen. Immer wieder stoppte die stark aufgelegte Defensive die Angriffsbemühungen der Gäste.

Auf der anderen Seite gelang es den Klingenstädtern jedoch auch nicht, den Spielstand weiter zu erhöhen. Zwar kamen sie mehrere Male bis kurz vor die Endzone, aber es fehlte die letzte Konsequenz, das Ei in der gegnerischen Endzone unterzubringen. Der 7:0-Vorsprung zur Halbzeitpause fühlte sich also alles andere als komfortabel an. HC Tim Rüttgers hatte sich zu diesem Zeitpunkt etwas mehr Durchschlagskraft seiner Offense gewünscht. Die bekam der Cheftrainer nach Wiederanpfiff. Peter Pinter fing einen Pass von Quarterback Jeremy Konzack in der Endzone, Daniel Rennich und wenig später nochmals Leimküller erliefen ebenfalls weitere Touchdowns. Zwei Mal scheiterte Rennich beim Versuch, den Extra-Punkt zu erzielen. Die Aachener hatten den Ball geblockt beziehungsweise der Solinger neben die Torstangen geschossen. Doch das schmälerte das Solinger Gesamtbild des Nachmittags nicht.

Die Paladins führten 26:0, weil die Abwehr einfach nicht zu knacken war. Dennis Odenhoven, Giuliano Schürer und Marlon Bönntgen fingen gegnerische Pässe ab, um die eigene Mannschaft wieder in Ballbesitz zu bringen. Ein Vorteil, den sich die Mannschaft nicht mehr nehmen ließ.

Die Aachen Vampires sind durch die Niederlage im Walder Stadion abgestiegen, weil sie den letzten Platz nicht mehr verlassen können. Die Paladins dürfen trotzdem noch nicht feiern. Sie haben nur den ersten Teil ihrer Mission erfüllt. Um den Klassenerhalt endgültig zu sichern, benötigt die Mannschaft am kommenden Wochenende einen Erfolg bei den Cologne Falcons. Dann hat sie aus eigener Kraft die Liga gehalten. Sonst droht das erneute Abrutschen auf den fünften und gleichzeitig vorletzten Rang, der bei ungünstiger Konstellation in den höherklassigen Ligen ebenfalls den Abstieg in die Oberliga bedeuten könnte.

Dass man sich mit 9:9-Punkten vor dem letzten Spieltag nicht sicher fühlen könnte, hatte im Vorfeld wohl kaum jemand erwartet. Nur Rüttgers hatte von Anfang an vor der Ausgeglichenheit der Gruppe gewarnt und zeigte sich zufrieden mit der Vorstellung seiner Mannschaft an diesem Nachmittag.  Sollte sich die Truppe am kommenden Wochenende erneut so präsentieren, wird sie auch die Domstädter schlagen.

Leave a Reply